Multiple Sklerose-Podcast: Von der Maus zum Menschen

Der Interaktion von Immunzellen auf der Spur: PD Dr. Martin Weber, Sobek-Nachwuchspreisträger 2011, schlägt im DMSG-Podcast eine Brücke von der Grundlagenforschung zur Entwicklung therapeutischer Optionen bei Multipler Sklerose.

 

 

Dr. Martin WeberDer Grundlagenforschung kommt besonders auf dem Gebiet der Multiplen Sklerose eine große Bedeutung zu.
PD Dr. Martin Weber, Leiter der Nachwuchsgruppe "Translationale Neuroimmunologie" an der Technischen Universität München, ging einen Schritt weiter: Ihm gelang es, seine Forschungserkenntnisse zur immunologischen Grundlage der MS aussichtsreich bei der Suche nach neuen Therapieansätzen einzusetzen.

Im Video erklärt der Münchener Neurologe, wie aus Monozyten und B-Zellen entzündliche Zellen werden und was sich hinter der "Antigenpräsentation in Pathologie und Therapie der Multiplen Sklerose" verbirgt. Der Arzt und Wissenschaftler zeigt, wie aus einer "naiven" T-Zelle eine entzündliche T-Zelle wird und wie dieser Prozess gebremst werden kann. Im Mausmodell erzielte Dr. Weber wichtige Befunde zur Interaktion von Immunzellen, die nicht nur entzündliche Komponenten generieren, sondern zeigte auch, wie regulatorische Komponenten verstärkt werden können und so einen Wechsel der entzündlichen und anti-entzündlichen Anteile innerhalb der Zellen bewirken.

Für seine herausragenden Forschungen erhielt der junge Wissenschaftler den Sobek-Nachwuchspreis 2011.

Multiple Sklerose News

Multiple Sklerose Nachrichten - DMSG

  • Der Wirkstoff Siponimod (Handelsname: Mayzent ®) ist in den USA bereits zur Behandlung der Multiplen Sklerose zugelassen. In Deutschland kann der Wirkstoff in Ausnahmefällen ebenfalls schon jetzt eingesetzt werden.

  • Zu einem besonderen Kinoerlebnis hatten Regisseurin Fanny Bräuning, Filmverleiher Rise and Shine Cinema und der Bundesverband der Deutschen Multiple Sklerose eingeladen. Schon der Film "IMMER UND EWIG" war ein Erlebnis. Doch durch ein tolles Rahmenprogramm konnten bundesweit zahlreiche Menschen einen außergewöhnlichen Kinoabend erleben.

  • Seit Jahren hält sich die Befürchtung, dass Impfungen die Gefahr erhöhen, an Multipler Sklerose zu erkranken. Laut einer neuen Studie deutscher Forscher scheint dieser Zusammenhang allerdings unwahrscheinlich. Eine große Menge an Patientendaten liefert eindeutige Hinweise: Impfungen erhöhen das MS-Risiko nicht.

Wer ist online

Aktuell sind 32 Gäste und keine Mitglieder online